FCH mit veränderter Startformation
FCH-Coach Bryan Würsch musste einige Änderungen in seiner Startformation vornehmen. Anstelle von Oliver Injic (gesperrt), Timo Weber (abwesend), Jascha Joller (geschont nach Verletzung), Cédric Zimmermann (Bank) erhielten Stammkeeper Gian Bühlmann (zurück nach Verletzung), Andrin Arnold, Jordan Burri und Mike Bachmann das Vertrauen.
Die ersten Minuten dieser Partie gehörten zur Kategorie «Abtastphase», in welcher sich die beiden Teams gegenseitig neutralisierten. Die ersten Offensivbemühungen der Gäste endeten ein paar Mal in der von den Gastgebern gut gestellten Abseitsfalle. So langsam aber sicher nahm dieses Spiel aber an Fahrt auf. Yves Zurkirchen von FCH-Captain Marco Schuler links aussen angespielt, brachte im ersten erfolgsversprechenden Angriff der Gastgeber Joel Soffner in Abschlussposition, dessen guter Versuch aus ca. 19m etwa einen halben Meter über den Kasten flog (12.’).
Die Spielanlage der Elf von Sascha Imholz war ausgereifter und variantenreicher als jene unserer Red White’s. Vor allem die diagonalen und genauen Spielverlagerungen verursachten häufig anspruchsvolle Abwehrarbeit für unsere Würsch-Elf. Nach einem Freistoss für Sursee aus ca. 24m musste Gian Bühlmann erstmals ernsthaft eingreifen. FCS-Captain Ndue Daka und Herolind Cikaqi machten sich für die Ausführung bereit, wobei Letzterer das Spielgerät platziert in die rechte Torecke zirkelte. Hergiswil’s Keeper konnte diesen perfiden Versuch mit einer guten Intervention im Nachfassen behändigen (21.’).
Unsere Würsch-/Nussbaum-/Bertucci-Jungs sandten ebenfalls Offensivsignale. Nach einem zügigen Hergiswiler Vorstoss setzte Livio Lombardo Jonathan Tambwe ein, dessen Abschluss das Gehäuse allerdings deutlich verfehlte (24.’). Sursee’s Goalgetter Herolind Cikaqi versuchte es aus einer guten Abschlussposition, konnte aber Gian Bühlmann mit seinem zentralen Abschluss nicht wirklich beunruhigen (25.’).
Zuerst Gegentor – dann Fehlentscheid
Fynn Weibel wurde ganz rechts aussen angespielt, zog mit der Pille unwiderstehlich in den Hergiswiler Strafraum – nur ein Foul hätte ihn noch bremsen können – und setzte diese diagonal unhaltbar für Gian Bühlmann zur 0:1-Führung in die Maschen (28.’). Zweimal Livio Lombardo ca. 17m zentral vor dem Gästetor, wobei sein erster Schussversuch geblockt- und sein zu schwacher Nachschuss von FCS-Keeper Shaban Krasniqi locker in Empfang genommen wurde (30’). Aufgefallen ist, dass über das gesamte Spiel Hergiswil in den Kopfballduellen zumeist zweiter Sieger war, häufig die sogenannten «zweiten Bälle» beim Gegner landeten und oft auch die Zuspiele in den eigenen Reihen zu hektisch weitergeleitet wurden. Die Passgenauigkeit bei den Gästen führte dadurch zu mehr Ballbesitz und bestimmten den Spielrhythmus – insbesondere im ersten Durchgang.
FCS-Goalie Shaban Krasniqi legte sich die Kirsche für einen neuen Spielaufbau etwas zu weit vor. Der spekulierende Yves Zurkirchen luchste diesem das Spielgerät ca. 2m vor dem Strafraum gekonnt ab und hatte das leere Tor vor sich. Der Gästekeeper zog jedoch mit einem heftigen Foul die Notbremse und muss sich bei Schiri Alessio Feola bedanken, welcher Gnade vor Recht walten liess und diesen nur mit einer Verwarnung sanktionierte (32.’)! Yves Zurkirchen musste nach diesem krassen Foulspiel gepflegt werden. Den darauffolgenden Freistoss führte Jonathan Tambwe aus, welcher aber in der Gästemauer landete und der Abpraller durch ein Stürmerfoul beendet wurde (34.’).
Der Gegenangriff der Gäste wurde mit einem starken Abschluss von Ndue Daka beendet, welchen Gian Bühlmann in der tiefen Torecke sicher entschärfte (35.’). Ein hartes Foul an Jérôme Bühler bei der Mittellinie führte bei ihm zu einer Schulterverletzung, biss aber auf die Zähne und spielte letztendlich durch, klagte aber nach dem Spiel weiterhin über starke Schmerzen. Er war es auch, welcher einen Freistoss links aussen ca. 10m in der Platzhälfte der Luzerner auf Mike Bachmann in die Box zirkelte. Am höchsten im Getümmel des Fünfers steigend konnte er jedoch seinen Kopfball nicht in die gewünschte Richtung leiten und verpasste hiermit kurz vor der Pause ganz knapp den möglichen Ausgleich (43.’).
«FCH-Men of the Match»

Andrin Arnold
Hergiswil kalt erwischt
Nach dem Seitenwechsel versuchten unsere Red White’s möglichst schnell den Ausgleichstreffer zu erzielen. Nach den ersten Offensivaktionen folgte jedoch ein Konter der Imholz-Elf, welchem allerdings ein nicht geahndetes Foulspiel im Mittelfeld an Marco Schuler vorausging. Tom Bretorius wurde daraufhin halblinks in Szene gesetzt, welche mehr oder weniger einer Kopie des ersten Treffers gleichkam. Unterschied war nur, dass er von der linken Seite in den Strafraum stürmte und die Pille diagonal am machtlosen Gian Bühlmann vorbei zum 0:2 in die rechte Torecke setzte (49.’).
Die Reaktion der Nidwaldner blieb natürlich nicht aus, wobei man nicht um den Eindruck herumkam, dass die Schlottermilch-Kicker in den Verwaltungsmodus umgeschaltet hatten. Fortan gingen unsere Würsch-Jungs in den Angriffsmodus über, mussten jedoch auf der Hut vor schnellen Kontern der Gäste bleiben. Mit der Einwechslung von Timo Bertucci, für Linksverteidiger Jordan Burri eingewechselt, kamen neue Ideen ins Hergiswiler Mittelfeld (62.). Seine guten Impulse brachten neuen Schwung in die inzwischen erlangte optische Feldüberlegenheit der Platzherren. Unsere Würsch-Jungs beschäftigten die Imholz-Jungs mit der Verteidigung ihres Vorsprungs, scheiterten jedoch oftmals an deren sattelfester Defensive oder an den Interventionen von Sursee’s Schlussmann.
Hergiswiler Offensivaktionen nicht belohnt
Ein überfallartiger Konter der Gäste liess Aaron Galliker alleine auf das Hergiswiler Gehäuse zusteuern. Seinen Prellball konnte Jérôme Bühler kontrollieren und Gian Bühlmann diese Situation endgültig bereinigen (68.’). Man durfte feststellen, dass sich die Hergiswiler Abwehrreihe mit Andrin Arnold, Elias Schacher, Jérôme Bühler und Mike Bachmann kompakt gegen die Angriffsversuche der Gäste stemmte, damit etwelche Gegenangriffe einleitete und sich dabei häufig selbst einschaltete. Joel Soffner machte sich links aussen auf die Socken, zog eine traumhafte Flanke auf den am zweiten Torpfosten positionierten Jonathan Tambwe. Seinen hervorragenden Kopfball aus ca. 5m konnte Shaban Krasniqi mit seiner besten Intervention dieser Partie gerade noch um das Aluminium zum nächsten Eckball ablenken, welcher jedoch wegverteidigt wurde (70.).
Lennon Studer übernahm die Position vom aufopfernd, aber eher unglücklich agierenden Livio Lombardo im Sturmzentrum (75.’). Yves Zurkirchen wurde halblinks in Szene gesetzt und sprintete mit dem Ball am Fuss in den Strafraum, wo er im allerletzten Moment geblockt wurde (80.’). Unglaubliches spielte sich ab, als der beste Torschütze der Gruppe 4 die Kirsche kurz vor der Strafraumgrenze erben konnte. Herolind Cikaqi konnte ziemlich zentral alleine auf Gian Bühlmann ziehen, diesen umkurven, verpasste aber dabei am verwaisten Tor vorbei die Spielentscheidung herbeizuführen (83.’).
Hätte, hätte – Fahrradkette…
Im Gegenzug lancierte Jérôme Bühler mit einem Zuspiel der rechten Seitenlinie entlang Jonathan Tambwe. Er zog in den Strafraum und schlenzte die Pille ans Lattendreieck, von wo diese wieder ins Spielfeld zurückprallte. Offenbar gehören seine Aluminiumtreffer zum Hergiswiler Standardprogramm, ist ihm das doch schon in den vorherigen beiden Partien widerfahren, womit er sich mit seinem ersten Treffer in den Hergiswiler Farben weiterhin gedulden muss (84.’).
Unsere Würsch-/Nussbaum-/Bertucci-Jungs haben gegen die Jungs von Sascha Imholz gezeigt, dass sie auf dem 2. Liga inter-Niveau mithalten können. Immerhin sind die Luzerner nur einen Punkt vom Leader Gambarogno entfernt und bleiben mit ihrem Sieg voll im Titelrennen! Über das gesamte Spiel gesehen ist der FC Sursee dank seiner effizienteren Spielanlage der verdiente Sieger. Dass aber der FC Hergiswil mit etwas mehr Wettkampfglück gar einen Punkt hätte einfahren können sollte man dabei jedoch nicht ausser Acht lassen.
Im Anschluss an diese Partie beklagten sich die Protagonisten beider Teams berechtigterweise über den für eine neu verlegte Spielfläche schlechten Zustand des stumpfen und holprigen Geläufs auf Grossmatt. Am Samstag, 16.00h geht es am 22. Spieltag für den FC Hergiswil bei der AS Castello weiter, während der FC Sursee gleichentags um 16.30h den Tabellenvorletzten FC Härkingen empfängt.
(SV-Web 11.05.2026/wb)
Matchtelegramm:
FC Hergiswil – FC Sursee 0 : 2 (0 : 1)
Grossmatt – 188 Zusehende – SR; Alessio Feola
Tore: 28.’ Fynn Weibel 0 : 1; 49.’ Tom Bretorius 0 : 2.
FC Hergiswil: Gian Bühlmann; Jérôme Bühler, Jordan Burri (62.’ Timo Bertucci), Mike Bachmann, Andrin Arnold, Elias Schacher; Jonathan Tambwe, Marco Schuler, Joel Soffner, Yves Zurkirchen; Livio Lombardo (75.’ Lennon Studer). Kein Einsatz: Cédric Zimmermann, Noel Brand, Jascha Joller, Fynn Hofstetter, Herman Subornyi. Abwesend: Fabio Mathis, Oliver Injic, Timo Weber, Ian Horat, Michel Kaufmann, Sven Brand, David Komani, Luke Schindler.
FC Sursee: Shaban Krasniqi; Eric Schmid, Michael Akinrinmade, Loris Limacher, Besar Sejdini; Ndue Daka, Fynn Weibel (73.’ Marco Häfliger), Thiago Frey (80.’ William Fuchs), Aaron Galliker, Tom Bretorius (65.’ Tchere Mulanga); Herolind Cikaqi (90.’ Elio Bucher).
Verwarnungen: Hergiswil 0; Sursee 1.
Kurzkommentare 21. Spieltag:
FC Gambarogno – SC Emmen 2 : 0 (0 : 0)
Die Marini-Elf verliert erstmals nach nach sechs Spieltagen wieder, womit der alte und neue Leader die Serie der «Flieger» unterbrechen konnte und damit seine Spitzenposition verteidigt.
Hinspiel: SC Emmen – FC Gambarogno 0 : 1
FC Rothrist – FC Malcantone 1 : 2 (1 : 0)
Es war die Begegnung mit völlig offenem Ausgang! Malcantone sicherte sich diesen Dreier erst tief in der Nachspielzeit, nachdem Rothrist in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs seinen Führungstreffer zur Pause realisiert hatte.
Hinspiel: FC Malcantone – FC Rothrist 2 : 2
FC Ibach – FC Emmenbrücke 2 : 0 (1 : 0)
Die Muotadörfler schrauben ihre Ungeschalgenheit auf 7 Spiele. Dass die Grüter-Elf in Ibach keine Punkte holen würde bestätigt sich damit.
Hinspiel: FC Emmenbrücke – FC Ibach 1 : 3
FC Klingnau – FC Locarno 1 : 5 (0 : 2
Der FC Locarno bleibt mit diesem deutlichen Sieg am Spitzentrio dran! Weil Rotkreuz am Sonntag in Härkingen nachzog gab es gegenüber dem 20. Spieltag keine Rangveränderungen an der Tabellenspitze.
Hinspiel: FC Locarno – FC Klingnau 2 : 0
FC Härkingen – FC Rotkreuz 0 : 2 (0 : 1)
Der FC Rotkreuz bezwingt den FC Härkingen und rückt wieder auf Position zwei vor, einen Punkt hinter dem Leader Gambarogno und punktgleich mit Sursee. Die Solothurner verbleiben mit ihrer 5. Heimniederlage auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Hinspiel: FC Rotkreuz – FC Härkingen 3 : 1
SC Cham II – AS Castello 2 : 2 (0 : 1)
Die Partie unter Tabellennachbarn endet mit einem Remis, wodurch die Elf von Elvis Velic seine Position um eine Platz verbessert hat und neu auf Rang 6 vorrückt. Die Tessiner dürften wohl mit dem einen Punkt zufrieden sein und haben nun 13 Punkte Abstand zur Abstiegszone. Die AS Castello ist am kommenden Samstag, 16.00h nächster Gastgeber des FC Hergiswil.
Hinspiel: AS Castello – SC Cham II 1 : 1
(SV-Web 10.05.2026/wb)
21. Spieltag: FR-SO 08.-10.05.2026
| Heimclub | Gastclub | Resultat/Ankick |
|---|---|---|
| FC Hergiswil | FC Sursee | 0 : 2 (0 : 1) |
| FC Gambarogno | SC Emmen | 2 : 0 (0 : 0) |
| FC Rothrist | FC Malcantone | 1 : 2 (1 : 0) |
| FC Ibach | FC Emmenbrücke | 2 : 0 (1 : 0) |
| FC Klingnau | FC Locarno | 1 : 5 (0 : 2) |
| FC Härkingen | FC Rotkreuz | 0 : 2 (0 : 1) |
| SC Cham II | AS Castello | 2 : 2 (0 : 1) |
2. Liga inter / Gr. 4; Schlusstabelle 2025/26
22. Spieltag: SA/SO 16./17.05.2026
| Heimclub | Gastclub | Resultat/Ankick |
|---|---|---|
| AS Castello | FC Hergiswil | 1 : 5 (1 :3) |
| FC Rotkreuz | FC Gambarogno | 3 : 0 (1 : 0) |
| FC Sursee | FC Härkingen | 3 : 0 (0 : 0) |
| SC Emmen | FC Rothrist | 4 : 1 (0 : 1) |
| FC Emmenbrücke | FC Klingnau | 4 : 1 (0 : 1) |
| FC Malcantone | FC Ibach | 2 : 1 ( 2 : 1) |
| FC Locarno | SC Cham II | 0 : 0 |













